Johannes

Ich bin im Allgäu aufgewachsen. Neben der Passion für Leichtathletik hat mich die Triathlonbegeisterung meines Bruders Klaus zum Radfahren gebracht. Als Kinder haben wir den Grossteil des Winters am nahe gelegenen Skilift verbracht, unsere Eltern haben uns in den Ferien teilweise als „verwildert“ bezeichnet, nur der Hunger trieb uns gelegentlich nach Hause. Im Laufe der Jahre begann ich mit meinen Sandkastenfreunden Skitouren zu machen.

Das Skitouren des Sommers ist für mich das Radfahren. Angestachelt durch die Erfolge meines Bruders, wollte auch ich im Ausdauersport Fuss fassen. Obwohl ich schon früh mit dem Rennradfahren begonnen habe, war es die Leichtathletik, die mich in ihren Bann gezogen hat. Lang- und Mittelstreckenlauf wurden zu meinen Spezialdisziplinen. Der aussergewöhnlichen Förderung unseres Trainers ist es zu verdanken, dass wir bis heute Teil des örtlichen Sportvereines sind und gelegentlich an Wettkämpfen teilnehmen.

Nach dem Fachabitur begann ich in Neu-Ulm BWL zu studieren. Das trockene Studium und die Sehnsucht nach meiner Heimat, hat mich letztendlich wieder zurück ins Allgäu getrieben. Nach dem Nachholen der Allgemeinen Hochschulreife begann ich einen neuen Versuch. Mit dem Lehramtsstudium an der Uni Regensburg begann für ich eine sehr intensive Zeit, in der diese wunderschöne Stadt mehr und mehr zu meiner zweiten Heimat wurde. In diese Zeit fällt auch die Geburt meines Sohnes Luis und die Hochzeit mit meiner Frau Nicole. Nach der Beendigung unseres Studiums haben wir uns beide entschlossen wieder zurück ins Allgäu zu gehen. Die Entscheidung, diese quirlige, gemütlich und wunderschöne Stadt zu verlassen, war nicht leicht für uns. Trotzdem war es die richtige Entscheidung, Luis die Möglichkeit zu geben auf dem Land und in den Bergen aufzuwachsen. Als Vater ist die Zeit oft sehr knapp, trotzdem versuche ich meiner Passion für Skitouren und Radfahren treu zu bleiben. Am Liebsten natürlich gemeinsam mit Luis.

Klaus

Über unsere „verwilderte“ Kindheit im Westallgäu, diesem verträumten Landstrich zwischen dem Bodensee und den Allgäuer Bergen, hat mein kleiner Bruder ja bereits ausführlich gesprochen. Als sich diese dem Ende zuneigte begann ich mit dem Triathlonsport, dem ich heute noch als Schiedsrichter verbunden bin. Ebenfalls geblieben ist nach dem Ende der aktiven Karriere die Liebe zu Ausdauersportarten in der freien Natur, allen voran dem Radfahren.

Unterwegs bin ich gerne und viel – auf kleineren Touren mit dem Mountainbike oder Rennrad in der Umgebung und auch auf größeren, dann mit dem Tourenrad oder auf dem Tandem (unter anderem zu unserer Hochzeitsreise) mit meiner Frau Mara. Sie war es auch, die die Faszination für den Osten Europas in mir geweckt hat. Seither bin ich regelmäßig in Polen, Tschechien und der Slowakei unterwegs.

Bei gemeinsamen Fahrradtouren ist mir noch nie langweilig geworden. Unter anderem deswegen, weil Radfahren eine ziemlich kommunikative Sportart sein kann: Man kann sich in den Stunden neben- oder hintereinander doch ziemlich viel erzählen. Und weil ich so gerne und viel erzähle, war ich bei meiner Berufswahl auch konsequent und bin nach dem Biologie- und Physikstudium in Konstanz Lehrer geworden – ein Beruf, der mir nach wie vor sehr viel Freude bereitet. Mein Arbeitsort und Lebensmittelpunkt ist mittlerweile in der Schweiz – im Klosterdorf Einsiedeln, wo Mara und ich eine Heimat gefunden haben. In meine „alte“ Heimat, zu meinem Bruder und Freunden, zieht es mich immer wieder zu Besuch. Meistens unternehmen wir Radtouren im Allgäu, in Oberschwaben und in Vorarlberg…